Die Johanniter
1113 bestätigte Papst Paschalis II., 1153 Papst Eugen III. die Gründung des Lateinischen Königreiches von Jerusalem, die der Ordensentstehung vorausging. Aus der Bruderschaft wurde ein Orden, der sich eine Regel mit augustinischen und benediktinischen Elementen gab, diese Regeln wurden 1137 von Papst Benedikt IX. bestätigt. Die Ordensmitglieder legten die Gelübde der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams ab und gaben das Versprechen für "Tuitio Fidei et Obsequium Pauperum", "Schutz des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen", einzustehen. Herbergen mit Krankenstationen entstehen dann entlang der Pilgerwege und Kreuzfahrerrouten von Europa zum Heiligen Land. Die Brüder gelobten Armut, Gehorsam und Keuschheit und schworen, Jerusalem gegen die Muslime zu verteidigen. Gerard, das erste Oberhaupt, erhielt den Titel eines Rektors, die späteren Führer nannte man Großmeister.
Bald schon wurden die Ordensritter, die aus adligem Geschlecht stammten, bewaffnet. Neben die caritativen Aufgaben traten militärische, es kam zu einer Symbiose von Kutte und Rüstung, von Mönchtum und Rittertum. 1187 eroberte Sultan Saladin Jerusalem, die Johanniter zogen sich nach Akko zurück. Nach der Schlacht von Akko war 1291 auch die letzte Kreuzfahrerbastion gefallen war, auch die Johanniter verließen das Heilige Land und erobert nach einem Zwischenaufenthalt auf Zypern 1309 die zu Byzanz gehörende Insel Rhodos. Dort errichtete der Orden sein Hauptquartier, schuf einen souveränen Territorialstaat mit dem Großmeister als Oberhaupt. Eine vorbildliche medizinische Versorgung wurde eingerichtet, eine gewaltige Festung und eine mächtige Flotte aufgebaut, die Johanniter wachten mit ihren Schiffen darüber, dass Muslime nicht in den östlichen Mittelmeerraum vordrangen.












